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From Hongkong to Bangkok

Meine Radtour von Hongkong nach Bangkok

Meine Radtour in China

Landkarte China

Tour in China Hongkong Guangzhou Wuzhou Taiping Yangshou Guilin Longsheng Sanjiang Liuzhou Nanning Dongxing

map of china

Da mir leider schon zu beginn der Reise der Tacho kaputt ging,
habe ich leider nur die Möglichkeit die Strecke zu schätzen,
was aber auch recht gut passen sollte.
Die Kilometerangaben beziehen sich nur auf die mit dem Fahrrad
zurückgelegten Strecken,
was auch fast die tatsächliche Strecke sein sollte.
Die zurückgelegte Strecke in China betrug ca. 1500 Km.
Durch klicken auf einen Abschnitt der eingezeichneten Route,
wird der dazugehörende Reisebericht aufgerufen.

News vom: 04.11.2003

Sanjiang, und der Versuch nach Liuzhou zu kommen

Raus aus den Krach

Dao-TempelHier das Tor zum Dao-Tempel, und der Weg zu etwas Ruhe vor dem staendigen Krach der City Sanjiang
Dao-TempelDie beiden kaempfenden Schlangen, Ying Yang, keiner soll der Sieger sein.
Die Kraft liegt im Gleichgewicht.
Dao-TempelLaotse, im Tempel fotografiert, gut das mich keiner gesehen hat, denn das haben die garnicht gerne, aber ich bin mir sicher, da ist keine Heiligkeit gefluechtet.

Wie man sieht, sind noch alle da

Dao-TempelDao-Tempel

Ein letzter Blick auf die Baustelle Sanjiang

Dao-TempelDao-Tempel

Hinterm Berg

Dao-TempelMan glaubt kaum wie so ein Berg soviel Krach mit einem Mal verschwinden laesst, hier war ploetzlich nichts mehr von der Stadt zu hoeren.
Hinterberghinterberg
hinterbergEcht interessant diese Gottesanbeterin beim essen zuzugucken, vorallem wie sie meine Kamera mitverfolgt.
Hier zu ihrer Rechten, sie guckt gespannt.
InsektHier zu ihrer Linken, und das interesse beiderseits bleibt.
Habe noch zuende beobachtet wie sie ihren Artverwandten verspeisst(vielleicht haben die Chinesen sich das ja hier abgeguckt, und auf Hunde, Katzen und Affen uebertragen) noch abgefilmt, tschuess gesagt, und bin weitergewandert.
InsektHier noch ein Gebilde, welches ein Teil der Baustelle war, sah nicht schlecht aus auf dem blauen Hintergrund.

Rainforest

RainforestYeah, das ist Rainforest, hat mir zwei Cd's gebrannt, war voll Stolz drauf, die eine konnte ich wegschmeissen, weil er mit Edding die Blanke Seite verschmiert hat, war aber sonst in Ordnung, hat mich zu seiner Familie zum Essen eingeladen, konnte leider weniger Englisch als er dachte.
RainforestDas sind wir drei, mit Kumpel, welcher, kein Englisch konnte aber etwas cooler drauf war als Rainforest, die Chinesischen Namen habe ich vergessen.

Weiterfahrt Richtung Ronshui

LandschaftWieder Super Landschaft, aber ungewohnt schlechte Wegstrecke.
Fuenfzig Kilometer fast nur Baustelle(also auch in besserung begriffen), was heisst, das Rad samt Gepaeck Streckenweise ueber meterhohe Mullsandberge schieben, Staub wo man hinguckt und Schlagloecher wo man sie nicht braucht.
Haben aber auch hier noch ca. 60 KM in die naechste befahrbare Stadt geschafft, befahrbar heisst, was davor lag war praktisch nicht befahrbar, keine Busse oder private PKW, nur Baustellenfahrzeuge.

Danzhou, bin aber nicht sicher

LandschaftWie man sieht, nicht viel los hier, Strassen waren alle leer, bewohnt war es aber.
Die Unterkunft war auch echt nett, superfreundlich, mit Abendessen im Kreis der Familie, und einer sehr sympathischen Oma, die mich fasst bis zum platzen maestete, war aber auch sehr lecker gewesen.
Trotzdem wollte, und bin ich naechsten Tag los, war echt Nett hier.
InsektHier noch mein abendlicher Besucher, bevor er unter meiner Pantoffel das Leben aushauchte, und seine Gliedmassen im Zimmer verteilte.

Weiterfahrt Richtung Ronshui

InsektDas ist der Ort Rons'an, von welchem es noch ungefaehr 110 KM nach Luizhou waeren, was ich durchaus schaffen koennte, obwohl ich bereits ca. 20 KM gefahren bin, fuehlte mich Topfit und eins mit dem Fahrrad.
Also noch lecker essen, Wasser kaufen und los.
InsektRons'an ist auch schoen, nur die Leute nerven ein wenig, aber da kann man auch zuruecknerven, da kennen wir uns aus.

Aber wieso noch Rons'an ?

InsektTja,darum.
Plump, und fast vergessen das ich fahre, versuchte ich kurz hinter Rons'an den Geldguertel zurechtzuruecken, verlor die Spur, und der Rollentausch begann.
Rad auf mir, ich auf Schotterpiste, und am schliddern ueber einige Meter, bis uns ein Pfeiler bremste, und eine Beule in Mittelstange vom Rad drueckte, und mir mittlerweile ne dicke eitrige schmerzende Hand verursachte, naja, die Knochen tun auch ganz schoen weh.
Der erste Schreck war schon vorhanden, vorallem, weil die Gabel auch ziemlich verzogen aussah, und es wohl auch war, konnte aber noch vor Ort hingebogen werden, und die Beule in der Rahmenstange zeugt nur davon das sich ne Menge Masse auf den Pfeiler drueckte, hat aber keine merklichen Auswirkungen, so wie ich das bisher beurteilen kann.
Uebel ist im Moment, das mir echt die Knochen, und vorallem die Hand schmerzt, und ich echt behindert bin fuer die naechsten zwei oder drei Tage(laenger reicht das Geld wohl auch nicht, und wechseln kann ich auch nicht). Naja zweimal taeglich zur Schwester laufen und die Wunde reinigen lassen wird es schon richten.
WundeWunde
WundeDas ist die Beule in der Mittelstange vom Fahrrad, auch halb so schlimm.
04.11.2003

Was gibt es zu sagen?

Einiges, z.b. ueber die Chinesen, und wie nervig die sein koennen:
Ich bin jetzt den dritten Tag in dieser mittelgrossen Stadt, und war heute morgen schon kurz vorm ausrasten, denn das Verhalten der Leute hier ist einfach unglaublich, dieses gaffen, als ob die noch nie einen Europaer gesehen haben, kann man sich nur schwer vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat.
Da geht man durch eine sehr belebte Strasse, und es glotzt und gafft wirklich so gut wie jeder, und welcher nicht gafft, wird schnell drauf hingewiesen, das es was zu gaffen gibt.
Auf einige Meter kann man dem ja noch gelassen entgegensehen, aber nach einiger Zeit, wird das extrem nervig, da man ja auch nicht jedem entgegentreten kann(das sind ja Tausende), und dieses daemliche grinsen, ich versteh das nicht, was geht in den Menschen vor?
Bei wenigen ist das wie gesagt kein Problem, da sie selbst nicht besonders Blickfest sind, was heisst, ein Blick zurueck, und es wird schuechtern weggeschaut, oder im Restaurant, hat man auch schnell die Fronten geklaert, so das sich auch oftmals noch dafuer entschuldigt wird, aber die belebte Strasse ist die Hoelle, fuer jemanden, der nicht wie ein Chinese aussieht, selbst jetzt hier im Internetcafe sind sie am glotzen, und das duemlich, daemliche grinsen dazu, das war noch nie meine Sache.
Heute morgen, als ich auf dem Weg, zurueck zum Hotel war, und wieder jemanden dabei beobachtete wie er seinen Nachbarn anstubst, und mit den Finger auf mich zeigt, da ist mir echt der Kragen geplatzt, Kehrtwende auf dem Hacken, gerade auf ihn zu, er schon abgewunken und so getan als ob er nichts gemacht hat, aber egal, ich mich vor ihm aufgebaut und ihn nach seinem Anliegen gefragt, da ducken sich doch diese Motherfucker und faellt nichts mehr ein.
So eine Scheisse, das hier keiner Englisch kann, und ich der verkackten unterentwickelten Brut mal sagen kann wie armselig das Verhalten ist.
Im Restaurant verstaerken die doch tatsaechlich die Lautstaerke ihres Chinesisch, in dem Glauben, man wuerde es dann verstehen, bekloppter gehts doch wohl nicht.
Es ist echt ein riesiger Haufen Kinder, dem man erst die Ohren lang ziehen muss, bis sie ertraeglich werden.
Ich hoffe das gesagte wird nicht missverstanden, ich bin hier jetzt nicht agressiv, Einheimische bedrohend unterwegs, muss mich allerdings zusammenreissen, zum Teil besser im Hotel bleiben und weniger belebte Strassen begehen, denn die Massen ueberwaeltigen ein mit ihrem gaffen und der Dummheit, kleinere Haufen sind gut zu kontrollieren und zur Ruhe zu bringen, indem man seine eigenen Spaesse mit ihnen treibt, und wenn die merken, das man sich ueber sie kaputtlacht, weckt das ihr interesse an der Person("drei Chinesen mit dem Kontrabass" habe ich allerdings noch nicht probiert, kommt aber noch).
Ich habe noch keinen Einheimischen getroffen, welcher mich irgendwie durch seine Persoenlichkeit beeindruckt hat.
Nachtrag vom 05.11.2003:obiges wurde geschrieben, nachdem ich den Tag ueber genervt durch staendiges hinterhergucken und "Hallo" rufen mit abschliessenden gelaechter ins Internet-Cafe kam.
Heute habe ich wieder ueberwiegend positive Erfahrungen gemacht(war allerdings auch nicht in der Masse Menschen unterwegs).
In der Baeckerei, in welcher ich die letzten Tage mein Fruehstueck einnehme, kennen sie mich schon, und sind sehr nett und natuerlich(kein albernes Gekicher mehr).
Das Reinigen und rumschrauben am Fahrrad auf der Strasse war auch sehr relaxed, paar neugierige Blicke und ein wahrhaft interessierter, welcher zum Schluss noch eine Runde auf dem uebergrossen Fahrrad drehen durfte, allerdings etwas ueberfordert war(wegen groesse und zu guter Bremsen).
Nachdem ich dann geduscht, und meine meine Hand desinfiziert habe, kam noch der Hotelmanager, welcher gleichzeitig Kunstlehrer an der Highschool ist mit ner Handvoll seiner Schuelerinnen vorbei, um mich zum Essen einzuladen, welches wieder sehr lustig gewesen ist(er ist wohl einer der wenigen Freaks hier im Lande), konnten wenig Englisch, war aber doch ganz nett, und konnte endlich auch mal Einheimischen darueber berichten, wie es fuer einen rueberkomnmt, wenn er von ganzen Massen angeglotzt und mit "Hallo"s ueberflutet wird(konnte nachvollzogen werden, muss allerdings auch von mir nachvollziehbar sein, dass in einem Land, in welchem alle von der gleichen Art sind, Fremde anders betrachtet werden als in Europa, wo es eine groessere Artenvielfalt an Kulturen und Hautfarben gibt).
Nachtrag Ende


Brainstorm:
Viel freundlich, viel albern und dumm, alte Leute haeufig dumm herablassend oder beeindruckt und sehr Nett, haeufig unsicher wenn genauer hingeguckt(Hundefresser haeufig dumm grins, aber auch unsicher), werden hastig wenn Geld aus Tasche ziehen wollen, schnell Freunde find und gern zum Essen einlad(Einheimisch laedt ein), Einzeln und klein Grupp =sehr angenehm, allein in Masse= Hoelle, reiche Chinesen=Saudumm, uncool, oberflaechlich.

Das Essen:
Fast alles superlecker, superbekoemmlich und superguenstig.
Haeufig Fisch und Gemuese im Wok gegart plus Bruehe mit irgendeinem Blattkraut, dazu Reis, macht voll satt und kostet zwischen 50 Cent und nen Euro.
Statt Fisch gibts auch Fleisch(ich hoffe kein Hund oder Katz, wuerde aber nichts ausschliessen, Hund ist allerdings meistens schon vorne im ganzen gegrillt ausgestellt, oder zerhackt im Wok und alle sitzen schmatzend drumherum)oder Tofu.
Nudelsuppe mit Gemuese, Fleisch und Allerlei.
Strassenstaende mit Gemuese oder Fleisch am Spiess gegrillt.
Natuerlich Obst ohne Ende.
Ich fress extrem viel(drei bis fuenf Mahlzeiten), und wenn ich eingeladen werde, bin ich der letzte der noch lecker beschaeftigt ist, waehrend die anderen schon aufs abraeumen warten.
Seit dem ersten Magenverderben nie wieder Probleme gehabt.
Und Bier trinken die hier wie ihren Tee, welcher sogar haeufig noch nebenbei getrunken wird, da gibt es natuerlich jedesmal grosse Augen, wenn die erste 0,6 l Flasche nach Zehn Minuten leer ist, die koennen sich da tatsaechlich den halben Abend dran aufhalten(bezeichnen sich aber als Biertrinker).Da trink ich halt meine extra Flasche.

Zum zelten
Das Zelten ist prinzipiel kein Problem, nur das Guanxi der am dichtesten besiedelte Destrikt von China ist, und jeder gute Zeltplatz ein Reisfeld oder ein Wohnhaus drauf stehen hat.
Also mal eben relaxed irgendwo das Zelt aufbauen, meistens mit vorherigen stundenlangen suchen verbunden ist, also nur im Notfall.
Mal schauen, wie es auf dem Rest der Reise aussieht.

Was sonst?
Meiner Hand und den Knochen gehts schon viel besser, Rad ist in Ordnung, bin auch wieder entspannter drauf seit dem stressigen Morgen, habe mich ganz Nett auf deutsch die Chinesen auf chinesisch im Park unterhalten, die dachten das waere englisch und glauben Fahrrad heisst auf englisch Fahrrad.
Habe grade auch so einem nervigen summenden Chinesen hier im Internet Cafe "drei Chinesen mit dem Kontrabass" vorgesungen, kannte er aber nicht.
Mein chinesischer Wortschatz:
Hallo = ni hau
Internet bar=wang ba
Danke=xie xie
Auf Wiedersehen=zai gian
Morgen noch bischen am Rad rumschrauben, und Uebermorgen dann hoffentlich die 110 KM nach Liuzhou reissen, und so schnell wie moeglich weiter nach Vietnam, denn mehr kann ich hier im Suedosten wohl nicht in Erfahrung bringen.

Ciao

Stephan

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